Freiwald Newsletter No. 1

Liebe Menschen,

heute erhaltet ihr unseren ersten Newsletter.

Das ist auf jeden Fall ein Vorteil, den uns Covid-19 beschert, wir haben nun auch Zeit für Schreibtischarbeit und die muss ja auch mal gemacht werden.

Es sind spannende Zeiten. Ein Freund von mir hat vom „großen Pausenknopf“ gesprochen, der nun gedrückt worden ist.

Es ist mir wichtig zu sagen, dass ich das Leid, die Einsamkeit und die Angst, denen sich viele Menschen jetzt stellen müssen, auf keinen Fall klein reden möchte, und sie haben mein Mitgefühl, und doch gibt es auch positive Aspekte dieser Zeit.

Zum Beispiel ist der Flugverkehr enorm zurückgegangen und die Atmosphäre darf nun einmal aufatmen. Auch sind weniger Menschen auf der Straße und so dürfen sich die Natur und die Tiere manche Plätze wieder mehr für sich in Anspruch nehmen.

Gerade geht ein Video um die Welt, dass ein spielendes Reh an einem menschenleeren Strand zeigt, der normalerweise von Menschen überfüllt wäre.

Gestern durfte ich in der Wiener Straße in Berlin beobachten, wie vier Eichhörnchenkinder sich gegenseitig an einem Baum rauf- und runtergejagt haben, etwas, von dem ich glaube, dass es wahrscheinlich nicht passiert wäre, wenn die Straße durch Fußgänger und Autos in Beschlag genommen worden wäre. So hatten sie die Straße für sich und ich hatte das Glück, gerade zur richtigen Zeit auf meinem Fahrrad vorbei zu fahren.

Auch geht der Konsum zurück, was eine große Entlastung für unseren Planeten bedeutet.

Ich höre auch von vielen Beispielen, wo Hausgemeinschaften enger zusammen rücken, sich Nachbarschaftsinitiativen für den Erhalt ihrer Kiezrestaurants einsetzen und für die Menschen einkaufen gehen, die in Quarantäne sind oder zur Risikogruppe gehören.

Alles geht langsamer und der soziale Druck lässt nach.

Allerdings bedeutet es für uns, wie für so viele andere auch, dass wir mit unseren geplanten Aktionen vorerst nicht weitermachen können.

Wir sind jetzt 20 Leute, die gemeinsam auf das erste Stück Land sparen und wir werden auch wie geplant fortfahren und sehen, dass wir im Herbst unser erstes Stück Land befreien und damit beginnen können, daraus gemeinsam ein kleines Permakultur Paradies zu machen und unsere Klima-Wälder zu pflanzen.

Natürlich hatten wir gehofft durch unsere geplanten Kochaktionen, Pflanzaktionen, Kita- und Schulbesuche viele neue Fördermitglieder zu gewinnen, damit die Fläche die wir am Ende bepflanzen können, möglichst groß ist, doch wird jede Fläche, egal wie groß oder klein, eine Oase werden, das Klima günstig beeinflussen und für wildlebende Tiere ein neuer Lebensraum sein.

Wenn ihr wollt, dass sich unser Fördern_innenkreis trotz der Pandemie ein wenig vergrößert und wir danach richtig loslegen können, dann habt ihr eine ganz einfache Möglichkeit dabei mit zu helfen. Überlegt mal, wer sich in eurer Familie, eurem Bekanntenkreis auch für die Idee begeistern ließe, gemeinsam Permakulturwälder zu pflanzen, was für’s Klima zu tun, tauschlogikfreie Freiräume zu schaffen und Nahrungsquellen für Mensch und Tier anzulegen.

Dann kannst du Ihnen sehr gerne vom Freiwald erzählen und dass wir genau das vorhaben. Du könntest Ihnen ein Exemplar des Fördermitgliedschaft-Antrags in die Hand geben (die Datei hänge ich an) die sie dann an uns schicken können (Freiwald e.V. Kaskelstraße 44 10317 Berlin) oder ihnen den link zur Spendenseite schicken, wo der Antrag auch zu finden ist.

Gerne könnt ihr auch diese Email weiterleiten oder unsere Webseite, freiwald-ev.de, empfehlen.

Zu Weihnachten hatten wir eine Patenschaftsaktion gestartet und Menschen haben sich mit Baumpatenschaften beschenkt. Ostern wäre ein weiterer guter Zeitpunkt um Baumpatenschaften zu verschenken. Die Ahornbäumchen, die derzeit in unserer Obhut sind und auf die erste Freiwaldfläche warten, bekommen gerade die ersten Blätter. Die Paten bekommen regelmäßig ein Foto, bis wir die Bäumchen in ihr neues Zuhause bringen.

Mein Traum ist, dass wir irgendwann (ganz bald) soweit sind, dass wir in jedem Bundesland ein, zwei oder viele, anfangs kleine, dann auch größere Flächen haben und diese Flächen durch die Permakultur in stabile, lebendige Biotope verwandelt werden.

Jedes Jahr veranstalten wir auf den Flächen Permakultur- Camps, bei denen wir die Praktiken der Permakultur mit ihren 1000 kleinen Tricks vermitteln und uns gemeinsam um die Flächen kümmern. Das werden Oasen sein, in denen Vögel, Insekten und andere wildlebende Tiere Heimat und Nahrung finden und auch die Menschen der Umgebung erfahren dürfen, welche Wohltat es ist, in einem Ort ohne Konsumlogik zu sein.

Lasst uns zusammen aus diesem Traum Wirklichkeit machen.

Danke euch für’s lesen, Danke für’s unterstützen, bleibt gesund und lasst euch nicht unterkriegen.

Shan

P.S. In den nächsten Tagen wird wieder der Förderbetrag von euren Konten abgebucht. Bitte achtet darauf, dass das Konto gedeckt ist, sonst wird unserem Konto von der Bank 10,50 € abgezogen. Wenn es bei euch finanziell gerade nicht so gut aussieht, schreibt uns lieber eine Mail, dass ihr einen Monat aussetzen wollt.