T.I.N.G.

Treffen In Natürlicher Gemeinschaft

Das TING* ist ein Miteinander als Gemeinschaft auf Zeit, mit der permakulturelle Werkzeuge und andere regenerative soziale und ökologische Methoden vor Ort erlernt, ausprobiert und umgesetzt werden können. Die TINGs sollen den Freiwäldern dienen. Es geht um das gemeinsame Tätigsein und Lernen, um den Flächen Biodiversität und gesunde Böden zurückgeben.

Selbstorganisation

TINGs dauern ca. eine Woche und finden auf oder in der Nähe der Freiwald – Flächen statt. Menschen bringen ihre eigenen Zelte zum Schlafen und andere Dinge des täglichen Gebrauchs mit. Die TINGs sind selbstorganisiert, was bedeutet, dass sich alle Anwesenden gemeinsam für ein gelingendes Miteinander einbringen und gemeinsam gekocht, gespült und der Tagesablauf mitbestimmt wird.

Soziale Inhalte

Wir erforschen soziale Praktiken, die ein aufeinander bezogenes Miteinander fördern. Gemeinsam machen wir die Fundamente einer neuen Kultur erfahrbar: Ökologisch, sozial, basisdemokratisch (soziokratisch), bedürfnisorientiert und friedlich.

Ökologische Inhalte

Auch wenn unsere TINGs immer einen sozialen oder ökologischen Schwerpunkt haben, werden wir, spätestens während der Arbeitseinsätze auf verschiedene Aspekte der regenerativen Biotopgestaltung eingehen. So lernen wir, wie wir mit Regeneration von Biodiversität Humus aufbauen und Wasser speichern können, wie Wälder als Kohlenstoffspeicher, Wind — und Erosionsschutz fungieren und wie das Anlegen von Agroforstsystemen sowohl die Biodiversität fördern, wie auch für die Ernährung von Menschen sorgt. Weiter lernen wir die Miyawaki – Methode kennen und wie die verschiedenen Ebenen eines natürlichen Waldes bis zu 30 Mal mehr Kohlenstoff einlagern als bei der herkömmlichen Aufforstung.

Achtsamkeit leben

Für ein gelingendes Miteinander ist es uns wichtig, die Teilhabe von Menschen mit besonderen Bedürfnissen und Hintergründen mitzudenken. Wir bemühen uns um Spenden und Fördermittel um finanzielle Barrieren zu vermeiden. Regelmäßig sollen FLINTA**-TINGs stattfinden, um diesen Menschen einen Raum zu bieten, in der sie frei vor sexistischer Sprache und Gruppendynamiken lernen können. Generell bemühen wir uns um Strukturen und eine Sprache, die der Reproduktion von gesellschaftlichen Diskriminierungen und Ausschlüssen entgegenwirken sollen.

 FLINTA Sommer TING 2022

Vom 16. bis zum 21. Juli veranstalten wir auf der Freiwald-Burglehn Fläche eine Stunde südlich von Berlin im Spreewald ein einwöchiges Sommercamp (TING) auf dem politische Zusammenhänge von Ernährung, staatlich subventionierter Landwirtschaft und sozialer Gerechtigkeit thematisiert werden. Das Camp ist eine Verbindung zwischen der Anregung des Diskurses des sozial-ökologischen Wandels und der Weitergabe von anwendbarem Wissen über regenerative Landschaftsgestaltung. Wir machen uns Elemente der Selbstorganisation zu Eigen, indem Menschen in die täglichen Reprodukitonsarbeiten, die für das Gelingen des Camps notwendig sind, mit einbezogen werden. Wir laden Mentor:innen ein und es wird verschiedene Workshops rund um die Themen Regenerativer Landwirtschaft, Permakultur und Klimagerechtigkeit geben. Außerdem werden wir die Frage erörtern, wie wir in in Zeiten des Wandels bedürfnisorientiert aktiv sein können.

Wir haben uns dafür entschieden unser erstes Sommer TING auschließlich mit und für FLINTA** Personen zu organisieren, weil wir erfahren haben, dass in diesen Räumen viel entstehen kann. Viel Tiefe und Vertrauen, ebenso wie eine besondere Kreativität und Verbundenheit, die wir nutzen wollen.

Die Plätze sind auf 25 Personen beschränkt. Wenn du dich hier einträgst, bist du noch nicht angemeldet. Du bekundest lediglich dein Interesse und wirst die Enladung mit allen weiteren Informationen erhalten, sobald wir weiter in der Planung sind.

    * TING ist eine Anlehnung an das althochdeutsche THING und bedeutet Versammlung. Es wurde auch für eine Versammlung der Weisen verwendet. Wir benutzen es als Akronym: Treffen In Natürlicher Gemeinschaft (CC-By Oggi)

    ** Frauen-Lesben-Inter-NonBinär-Trans-Asexuel meint alle, die nicht Cis-Männer sind, also Männer die als solche geboren wurden und sich auch immer noch als solche empfinden.